Vanillepudding macht diesen Streuselkuchen besonders. Er liegt als dicke, glatte Schicht zwischen einem einfachen Mürbeteig und knusprigen Streuseln. Beim Backen wird die Puddingschicht fest, aber sie bleibt weich und cremig. Dazu kommen buttrige Streusel, die oben goldbraun werden. Ein unkomplizierter Kuchen für Familie, Gäste und die Kaffeetafel.

Vanillepudding ist hier nicht nur eine Beilage. Er trägt den ganzen Kuchen. Zwei Päckchen Puddingpulver, gekocht mit nur 500 ml Milch, ergeben eine dicke Masse. Diese Masse läuft beim Backen nicht weg. Sie verbindet sich mit dem Boden und bleibt nach dem Abkühlen schnittfest. Genau diese Dicke ist der Unterschied zu einem einfachen Blechkuchen mit dünner Füllung.
Der Pudding muss vor dem Auftragen abkühlen. Heißer Pudding weicht den rohen Teig auf. Lauwarmer Pudding lässt sich dagegen glatt streichen und hält seine Form. Ein untergerührtes Ei macht die Schicht nach dem Backen noch stabiler. Wer schon einmal einen cremigen Ananaskuchen mit Sahne gebacken hat, kennt dieses Prinzip: Erst kühlen, dann schichten, dann backen.
Die Streusel brauchen kalte Butter. Warme Butter verbindet sich zu schnell mit Mehl und Zucker. Dann entstehen keine Krümel, sondern ein glatter Teig. Knete die Streusel deshalb kurz mit den Händen und nur so lange, bis grobe Stücke entstehen. Größere und kleinere Krümel gemischt geben nach dem Backen die beste Textur.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
Die Füllung ist dick und cremig. Sie läuft nicht aus und lässt sich sauber schneiden.
Die Streusel werden im Ofen goldbraun und knusprig. Der Kontrast zur weichen Füllung schmeckt besonders gut.
Mehl, Butter, Zucker, Milch und Puddingpulver hast du oft schon zu Hause. Kein besonderer Einkauf nötig.
Abgedeckt schmeckt der Kuchen auch am zweiten und dritten Tag noch gut. Die Streusel bleiben lange knusprig.
Kein Hefeteig, keine lange Gehzeit. Mürbeteig, Pudding und Streusel sind schnell gemacht.
Zutaten und wichtige Hinweise
Vanillepuddingpulver
Zwei Päckchen auf nur 500 ml Milch geben eine feste Creme. Mit der vollen Milchmenge aus der Packungsangabe würde die Schicht zu dünn. Rühre das Pulver zuerst mit etwas kalter Milch und dem Zucker glatt, damit keine Klümpchen entstehen.
Kalte Butter für die Streusel
Die Butter für die Streusel muss direkt aus dem Kühlschrank kommen. Schneide sie in kleine Würfel und verknete sie kurz mit Mehl und Zucker. Sobald die Masse krümelig ist, aufhören. Langes Kneten macht die Streusel hart.
Das Ei in der Füllung
Ein Ei, unter den abgekühlten Pudding gerührt, bindet die Schicht beim Backen. Die Füllung wird dadurch schnittfest, ohne gummiartig zu werden. Der Pudding darf beim Unterrühren nur noch lauwarm sein, sonst gerinnt das Ei.
Mürbeteig mit Rand
Drücke den Teig in der Form etwa 3 cm hoch. Der Rand hält die Puddingschicht an ihrem Platz. Ohne Rand läuft die Füllung an den Seiten herunter und verbrennt leicht auf dem Blech.
So gelingt Vanillepudding-Streuselkuchen
Pudding kochen und abkühlen lassen
Rühre die zwei Päckchen Puddingpulver mit dem Zucker und etwas von der kalten Milch glatt. Koche die restliche Milch auf, rühre das Pulver ein und lasse alles eine Minute kochen. Fülle den Pudding in eine Schüssel um und rühre ihn beim Abkühlen mehrmals um, damit keine Haut entsteht.
Mürbeteig kneten und kalt stellen
Verknete Mehl, weiche Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und das Ei zu einem glatten Teig. Forme eine Kugel, wickle sie in Folie und lege sie 30 Minuten in den Kühlschrank. Kalter Teig lässt sich später besser in die Form drücken.
Ofen heizen und Form vorbereiten
Heize den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vor. Lege den Boden einer Springform von 26 cm mit Backpapier aus. Fette den Rand leicht ein.
Boden formen
Drücke den gekühlten Teig gleichmäßig in die Form. Ziehe am Rand etwa 3 cm hoch. Stich den Boden mehrmals mit einer Gabel ein. So wirft er beim Backen keine Blasen.
Füllung fertigstellen
Rühre das Ei unter den lauwarmen Pudding. Verteile die Masse gleichmäßig auf dem Teigboden und streiche sie glatt. Achte darauf, dass der Rand frei bleibt und keine Füllung darüber läuft.
Streusel herstellen und verteilen
Verknete Mehl, kalte Butter, Zucker und Salz kurz mit den Händen, bis grobe Krümel entstehen. Verteile die Streusel gleichmäßig über der Puddingschicht. Lasse keine großen Lücken, aber drücke die Streusel nicht fest.
Backen und vollständig abkühlen lassen
Backe den Kuchen etwa 35 bis 40 Minuten auf der mittleren Schiene, bis die Streusel goldbraun sind. Nimm ihn aus dem Ofen und lasse ihn vollständig in der Form abkühlen. Erst dann löst du den Rand und schneidest Stücke. Warm angeschnitten läuft die Füllung noch.
Streue eine Handvoll gehackte Mandeln über die Streusel, bevor der Kuchen in den Ofen kommt. Sie rösten mit und geben dem Kuchen eine nussige Note. Das funktioniert auch mit Haferflocken, wenn du es rustikaler magst.
Häufige Fragen
Warum wird meine Puddingschicht flüssig?
Meist wurde der Pudding mit zu viel Milch gekocht oder der Kuchen warm angeschnitten. Halte dich an 500 ml Milch für zwei Päckchen und lasse den Kuchen wirklich vollständig abkühlen. Dann wird die Schicht fest.
Kann ich den Pudding selbst kochen statt Pulver zu nehmen?
Ja. Koche 500 ml Milch mit 60 g Zucker, 40 g Speisestärke, einer Prise Salz und dem Mark einer Vanilleschote oder 2 TL Vanilleextrakt. Rühre die Stärke zuerst mit etwas kalter Milch glatt. Das Ergebnis ist ähnlich fest.
Werden die Streusel weich, wenn der Kuchen steht?
Abgedeckt im Kühlschrank bleiben sie etwa einen Tag knusprig. Danach werden sie langsam weicher, schmecken aber noch gut. In einer Dose bei Raumtemperatur halten sie länger ihren Biss als im Kühlschrank.
Kann ich Obst unter den Pudding legen?
Ja. Eine dünne Schicht Kirschen aus dem Glas oder Apfelspalten passt gut. Lege das Obst auf den Teig und streiche den Pudding darüber. Das Obst gibt etwas Saft ab, deshalb den Kuchen fünf Minuten länger backen. Eine weitere Variante mit derselben Schichttechnik zeigt dieser Streuselkuchen mit Pudding.
Geht das Rezept auch auf dem Blech?
Ja. Verdopple alle Mengen für ein Blech von etwa 30 mal 40 cm. Die Backzeit bleibt ungefähr gleich, weil die Schicht dünner wird. Mache gegen Ende eine Sichtprobe: Die Streusel sollen goldbraun sein.
Aufbewahren und Aufwärmen
Im Kühlschrank
Decke den Kuchen ab und stelle ihn in den Kühlschrank. Er bleibt drei bis vier Tage frisch. Nimm ihn etwa 30 Minuten vor dem Servieren heraus, damit er nicht kalt und fest schmeckt.
Einfrieren
Der Kuchen lässt sich gut einfrieren. Schneide ihn in Stücke, packe sie einzeln in Gefrierbeutel und friere sie bis zu drei Monate ein. Taue die Stücke über Nacht im Kühlschrank oder zwei Stunden bei Raumtemperatur auf.
Aufwärmen
Einzelne Stücke kannst du kurz im Ofen bei 150 °C etwa acht Minuten aufwärmen. Die Streusel werden dann wieder knusprig. In der Mikrowelle werden sie weich, deshalb ist der Ofen die bessere Wahl.
Variationen
Mit Zimt in den Streuseln
Gib 1 TL Zimt zu den Streuselzutaten. Der Kuchen bekommt eine warme Würze und passt besonders gut in den Herbst. Die restlichen Schritte bleiben gleich.
Mit Kirschen
Verteile ein Glas abgetropfte Sauerkirschen auf dem Teig, bevor der Pudding darauf kommt. Die Kirschen geben Säure und Farbe. Backe den Kuchen fünf Minuten länger.
Mit Schokopudding
Ersetze das Vanillepuddingpulver durch Schokopuddingpulver. Die Füllung wird dunkel und schokoladig. Dazu passen Streusel mit 2 EL Kakao im Mehl.
Mit Dinkelmehl
Ersetze das Weizenmehl im Teig und in den Streuseln durch Dinkelmehl Type 630. Der Kuchen schmeckt etwas nussiger. Die Mengen und die Backzeit bleiben gleich.
Was passt dazu?
Am besten schmeckt der Kuchen lauwarm oder bei Raumtemperatur. Dazu passt ein einfacher Kaffee oder ein Glas kalte Milch. Für Gäste kannst du Sahne dazu servieren, nötig ist sie aber nicht. Der Kuchen ist von sich aus schon cremig genug.
Wer eine bunte Tafel plant, kombiniert ihn mit einem fruchtigen Kuchen. Ein rosa Erdbeer-Sahne-Kuchen bringt Farbe und frische Beeren auf den Tisch und ergänzt den warmen Streuselkuchen gut. Eine weitere bewährte Variante mit derselben Technik arbeitet ebenfalls mit einer dicken Puddingschicht unter knusprigen Streuseln.
Vanillepudding-Streuselkuchen
Mürbeteig mit Rand, dicke Vanillepuddingschicht und knusprige Butterstreusel. Einfach, cremig und lange frisch.
Zutaten
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250
g Mehl für den Teig
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120
g weiche Butter für den Teig
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75
g Zucker für den Teig
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1
Pck. Vanillezucker
-
1
Ei für den Teig
-
1 Prise Salz für den Teig
-
2
Pck. Vanillepuddingpulver
-
500
ml Milch
-
6
EL Zucker für den Pudding
-
1
Ei für die Füllung
-
300
g Mehl für die Streusel
-
200
g kalte Butter für die Streusel
-
100
g Zucker für die Streusel
-
1 Prise Salz für die Streusel
Zubereitung
- Puddingpulver mit Zucker und etwas kalter Milch glatt rühren. Restliche Milch aufkochen, Pulver einrühren und eine Minute kochen. In eine Schüssel umfüllen und beim Abkühlen mehrmals umrühren.
- Mehl, weiche Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und Ei zu einem glatten Teig kneten. In Folie wickeln und 30 Minuten kalt stellen.
- Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Springform von 26 cm mit Backpapier auslegen und den Rand leicht fetten.
- Teig in die Form drücken und am Rand etwa 3 cm hochziehen. Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- Ei unter den lauwarmen Pudding rühren. Masse gleichmäßig auf dem Boden verteilen und glatt streichen.
- Mehl, kalte Butter, Zucker und Salz kurz zu groben Streuseln verkneten. Gleichmäßig über der Puddingschicht verteilen.
- Etwa 35 bis 40 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind. Vollständig in der Form abkühlen lassen, dann Rand lösen und schneiden.
Hinweise
Pudding mit nur 500 ml Milch kochen, sonst wird die Schicht zu dünn. Den Kuchen erst vollständig abkühlen lassen, bevor du ihn anschneidest.
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