Dieses Kekse Kuchen Rezept vereint zwei Kindheitsträume: saftigen Schokokuchen und knusprige Kekse in einem. Grob gehackte Schoko-Cookies versinken im dunklen Rührteig und bleiben dabei herrlich knusprig. Eine glänzende Schokoglasur und ganze Kekse als Deko machen ihn zum Hingucker. Der Kuchen schmeckt nach Sonntagnachmittag bei Oma, nur noch schokoladiger.

Kennst du das noch: die Keksdose auf dem obersten Küchenregal, die man als Kind heimlich geplündert hat? Ich habe als Mädchen jede Sorte gekannt, vom Butterkeks bis zum Schoko-Cookie, und am liebsten mochte ich die knusprigen. Irgendwann habe ich angefangen, die Kekse nicht nur zu naschen, sondern in Kuchenteig zu stecken. Das Ergebnis war dieser Kuchen, und seitdem gibt es bei uns keinen Geburtstag mehr ohne ihn.
Das Schöne an diesem Rezept ist der Kontrast: Der Teig ist dunkel, saftig und weich, die Keksstücke darin bleiben aber wunderbar knusprig. Dafür hackst du die Cookies bewusst grob, denn feine Krümel würden einfach im Teig verschwinden. Beim Anschneiden sieht man die hellen Keksstücke in der dunklen Krume, das sieht toll aus und schmeckt noch besser. Wer es lieber cremig mag, backt unser Philadelphia Kuchen Rezept ganz ohne Backofen.
Achte darauf, dass die Keksstücke erst ganz zum Schluss kurz untergehoben werden, damit sie nicht zerbröseln. Der Teig selbst darf nicht zu lange gerührt werden, sonst wird er zäh statt locker. Und die Glasur kommt erst auf den vollständig abgekühlten Kuchen, weil sie sonst in den Teig einsickert. Wenn du diese drei Punkte beachtest, hast du einen Kuchen, der außen glänzt und innen knuspert.
Warum du dieses Rezept lieben wirst
Weicher Schokoteig und knusprige Keksstücke in jedem Bissen, dieser Kontrast macht einfach süchtig. Kein langweiliger Einheitskuchen, sondern Abwechslung bis zum letzten Stück.
Welches Kind kann schon zu Schokokuchen mit Keksen Nein sagen? Der Kuchen ist der Star auf jedem Kindergeburtstag und verschwindet garantiert als Erstes.
Angebrochene Kekspackungen aus der Dose finden hier ihre beste Verwendung. Egal ob Cookies, Butterkekse oder Spekulatius, fast alles passt.
Die hellen Keksstücke in der dunklen Krume und ganze Kekse auf der Glasur machen optisch richtig was her. Ganz ohne Tortendeko oder Fondant.
Zutaten und wichtige Hinweise
Schoko-Cookies
Nimm feste, knusprige Schoko-Cookies, keine weichen amerikanischen Cookies, denn nur knusprige bleiben im Teig bissfest. Hacke sie mit einem großen Messer in grobe Stücke von etwa einem Zentimeter. Die Krümel, die dabei entstehen, kommen auch in den Teig, nichts wird weggeworfen.
Backkakao
Dunkler, ungesüßter Backkakao gibt dem Teig die intensive Schokonote und die schöne dunkle Farbe. Siebe ihn immer mit dem Mehl, weil Kakao gern klumpt. Kakaogetränkepulver ist zu süß und zu blass, das passt hier nicht.
Weiche Butter
Die Butter muss Zimmertemperatur haben und sich leicht eindrücken lassen. Nur dann verbindet sie sich mit dem Zucker zu einer luftigen Masse. Ist sie zu kalt, bleibt der Teig klumpig, ist sie geschmolzen, wird der Kuchen speckig.
Zartbitterkuvertüre
Für die Glasur nimmst du am besten Zartbitterkuvertüre, weil sie schön glänzt und fest wird. Schmilz sie langsam über dem Wasserbad und rühre die Butter unter, das macht sie geschmeidig. Normale Schokolade geht auch, wird aber etwas weicher.
Milch
Die Milch macht den Teig geschmeidig und saftig, nimm am besten Vollmilch. Sie sollte Zimmertemperatur haben, damit sich alles gut verbindet. Kalte Milch lässt die Buttermasse gerinnen und der Teig wird fleckig.
So gelingt Kekse Kuchen Rezept
Ofen vorheizen und Kekse hacken
Heize den Ofen auf 180 °C Ober- und Unterhitze vor und fette eine Springform mit 26 cm Durchmesser ein. Hacke 150 g Schoko-Cookies mit einem großen Messer in grobe Stücke, etwa ein Zentimeter groß. Lege etwa 50 g der schönsten Stücke für die Deko beiseite. Die restlichen 100 g kommen später in den Teig.
Butter und Zucker schaumig rühren
Rühre die weiche Butter mit Zucker und Vanillezucker drei bis vier Minuten hell und cremig. Gib die Eier einzeln dazu und rühre jedes Ei gut unter, bevor das nächste in die Schüssel kommt. Die Masse sollte am Ende hell, glänzend und luftig sein. Diese Luftigkeit sorgt für die lockere Krume.
Trockene Zutaten und Milch unterrühren
Vermische Mehl, Backkakao, Backpulver und Salz in einer Schüssel und siebe alles am besten noch einmal durch. Rühre die Mischung abwechselnd mit der Milch in drei Portionen kurz unter die Buttermasse. Höre auf zu rühren, sobald keine Mehlspuren mehr zu sehen sind. Der Teig ist jetzt dunkel und zähflüssig.
Keksstücke unterheben und backen
Hebe die 100 g Keksstücke mit einem Teigschaber vorsichtig unter den Teig, nur wenige Umdrehungen genügen. Fülle den Teig in die vorbereitete Form und streiche ihn glatt. Backe den Kuchen 45 bis 50 Minuten auf der mittleren Schiene. Mache die Stäbchenprobe: Feuchte Krümel am Stäbchen sind perfekt.
Abkühlen lassen
Lass den Kuchen zehn Minuten in der Form stehen und löse ihn dann vorsichtig aus dem Ring. Stelle ihn auf ein Kuchengitter und lass ihn vollständig auskühlen, das dauert etwa eine Stunde. Erst auf dem kalten Kuchen hält die Glasur richtig. Geduld lohnt sich hier wirklich.
Glasieren und dekorieren
Schmilz die Kuvertüre mit der Butter über dem Wasserbad und rühre sie glatt. Verteile die Glasur auf dem kalten Kuchen und lass sie leicht am Rand herunterlaufen. Drücke die beiseitegelegten Keksstücke und einige ganze Mini-Cookies in die noch weiche Glasur. Nach 30 Minuten ist alles fest und der Kuchen servierbereit.
Hebe die Keksstücke wirklich erst ganz zum Schluss und nur kurz unter, denn jedes Rühren mehr zerbröselt sie weiter. Grobe Stücke bleiben knusprig, feine Krümel verschwinden im Teig. Wenn du unsicher bist, nimm lieber etwas größere Stücke. Beim Anschneiden wirst du den Unterschied sofort sehen und schmecken.
Häufige Fragen
Welche Kekse eignen sich am besten?
Feste Schoko-Cookies oder Butterkekse mit Schokostückchen sind ideal, weil sie knusprig bleiben. Auch Spekulatius oder Haferkekse funktionieren gut und geben eine eigene Note. Weiche Cookies werden im Teig matschig, die solltest du lieber weglassen.
Warum sind meine Keksstücke weich geworden?
Wahrscheinlich waren die Stücke zu klein oder der Teig zu feucht, dann saugen sich die Kekse voll. Hacke die Kekse bewusst grob und halte dich an die Mengenangaben. Auch zu langes Backen bei zu niedriger Temperatur weicht die Stücke auf.
Kann ich den Kuchen auch ohne Glasur servieren?
Ja, der Kuchen schmeckt auch ohne Glasur sehr gut, bestäube ihn dann mit etwas Puderzucker. Die Glasur macht ihn allerdings saftiger und haltbarer, weil sie die Oberfläche versiegelt. Für Kindergeburtstage sieht die Glasur mit Keksdeko einfach festlicher aus.
Eignet sich der Kuchen für den Kindergeburtstag?
Absolut, er ist sogar einer der beliebtesten Kindergeburtstagskuchen überhaupt. Die Keksdeko lässt sich mit den Kindern zusammen aufbringen, das macht Spaß. Zum Kindergeburtstag passt außerdem unser Kinderschokolade-Kuchen mit viel Kakao.
Kann ich den Teig auch für Muffins nehmen?
Ja, verteile den Teig auf zwölf Muffinförmchen und backe sie 20 bis 22 Minuten bei 180 °C. Stecke in jedes Förmchen ein kleines Keksstück obenauf. Die Muffins eignen sich super für Buffets und Schulfeiern.
Aufbewahren und Aufwärmen
Im Kühlschrank
Der Kuchen hält sich abgedeckt im Kühlschrank drei bis vier Tage, die Keksstücke bleiben dabei erstaunlich knusprig. Lege ihn unter eine Kuchenhaube oder wickle Stücke in Frischhaltefolie. Vor dem Servieren 20 Minuten bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Einfrieren
Friere den Kuchen am besten ohne Deko-Kekse ein, denn die werden beim Auftauen weich. Der glasierte Kuchen lässt sich in Stücken bis zu drei Monate einfrieren. Zum Auftauen über Nacht in den Kühlschrank legen und frische Kekse auflegen.
Aufwärmen
Ein Stück schmeckt zehn Sekunden in der Mikrowelle leicht erwärmt besonders gut, weil die Glasur dann cremig wird. Nicht länger erwärmen, sonst werden die Keksstücke weich und gummiartig. Am besten schmeckt der Kuchen ohnehin bei Zimmertemperatur.
Zum Weiterlesen lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Saftige Schoko-Cookies backen liefert viele nützliche Details. Die Infos runden das Rezept perfekt ab.
Variationen
Mit weißer Schokolade
Ersetze die Zartbitterglasur durch weiße Kuvertüre und nimm helle Butterkekse statt Schoko-Cookies. Der Kuchen wird dadurch milder und sieht mit der hellen Glasur sehr edel aus. Eine schöne Variante für alle, die es nicht so herb mögen.
Mit Erdnussbutter
Rühre zwei Esslöffel Erdnussbutter in die Buttermasse und nimm Erdnuss-Cookies für die Stücke. Die Kombination aus Schokolade und Erdnuss schmeckt wie ein Riegel zum Anschneiden. Sehr beliebt bei Teenagern und allen Naschkatzen.
Mit Spekulatius
In der Weihnachtszeit nimmst du Spekulatius statt Cookies und gibst einen halben Teelöffel Zimt in den Teig. Der Kuchen schmeckt dann wunderbar weihnachtlich und passt auf jeden Adventskaffee. Die Glasur bleibt gleich.
Mit Puddingfüllung
Wer es noch saftiger mag, backt den Kuchen wie beschrieben und serviert dazu Vanillepudding. Oder du probierst gleich unser Pudding Streusel Kuchen Rezept mit buttrigen Streuseln obendrauf. Pudding und Schokokeks sind ein unschlagbares Team.
Was passt dazu?
Zu diesem schokoladigen Kuchen passt ein großes Glas kalte Milch, ganz klassisch wie früher aus der Keksdose. Erwachsene trinken dazu gern einen kräftigen Kaffee oder einen Espresso, der die Schokonote unterstreicht. Eine Kugel Vanilleeis daneben macht aus dem Kuchen ein richtiges Dessert. Für Kinder stellst du am besten eine Kanne Kakao auf den Tisch.
Auf dem Geburtstagsbuffet sieht der Kuchen neben Muffins und Cake-Pops besonders gut aus, weil die Keksdeko alle Blicke anzieht. Serviere ihn in nicht zu großen Stücken, denn er ist gehaltvoll und sättigend. Übrig gebliebene Stücke packst du den Gästen einfach ein, darüber freut sich jeder. So wird aus dem Kuchen gleich noch ein kleines Mitbringsel.
Kekse Kuchen Rezept
Saftiger Schokorührkuchen mit knusprigen Keksstückchen im Teig, Schokoglasur und Keksdeko. Der Liebling für alle Keksfans und Kindergeburtstage.
Zutaten
- 200 g weiche Butter
- 180 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 3 Eier (Größe M)
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 60 g Backkakao
- 1 Päckchen Backpulver
- 1 Prise Salz
- 120 ml Milch
- 150 g Schoko-Cookies, grob gehackt (100 g für den Teig, 50 g für die Deko)
- 150 g Zartbitterkuvertüre (für die Glasur)
- 30 g Butter (für die Glasur)
- Einige Mini-Cookies zur Deko
Zubereitung
- Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, Springform (26 cm) fetten.
- Cookies grob hacken, 50 g schöne Stücke für die Deko beiseitelegen.
- Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren, Eier einzeln unterrühren.
- Mehl, Kakao, Backpulver und Salz mischen, abwechselnd mit der Milch kurz unterrühren.
- 100 g Keksstücke vorsichtig unterheben, Teig in die Form füllen.
- 45 bis 50 Minuten backen, Stäbchenprobe machen, vollständig auskühlen lassen.
- Kuvertüre mit Butter schmelzen, auf dem Kuchen verteilen, Keksstücke und Mini-Cookies auflegen.
Hinweise
Hacke die Kekse bewusst grob, damit sie im Teig knusprig bleiben. Die Glasur kommt erst auf den vollständig abgekühlten Kuchen.




