Baumstamm Kuchen Rezept – festliche Schoko-Biskuitrolle

Festtagskuchen

Dieser Baumstamm Kuchen ist eine Schoko-Biskuitrolle, die mit ihrer Rinden-Struktur täuschend wie ein Holzstamm aussieht und auf jeder Weihnachtstafel für staunende Gesichter sorgt. Drinnen verstecken sich lockerer Schokobiskuit und samtige Schokobuttercreme, außen sorgen Gabelrillen für die typische Borken-Optik. Das Schöne: Die Rolle lässt sich wunderbar einen Tag vorher zubereiten, sodass am Festtag alles entspannt bleibt. Und wie die Jahresringe an den Schnittflächen so echt wirken? Das verrät die Deko-Anleitung weiter unten.


Biskuitrolle als Baumstamm mit Schokocreme

Ein Baumstamm Kuchen gehört zu Weihnachten wie der Tannenbaum ins Wohnzimmer, denn kaum ein Gebäck sieht festlicher aus. Die Basis bildet ein dünner Schokobiskuit vom Blech, der noch warm aufgerollt wird und dadurch später nicht bricht. Gefüllt wird die Rolle mit einer Schokobuttercreme, außen bekommt sie eine zweite Schicht Creme als Rinde. Mit der Gabel gezogene Rillen vollenden die Illusion eines echten Holzstamms.

Viele scheuen das Aufrollen, doch mit einem einfachen Trick gelingt die Biskuitrolle jedes Mal. Der noch warme Biskuit wird auf ein gezuckertes Küchentuch gestürzt und sofort eingerollt. So merkt sich der Teig die runde Form. Wer erst üben möchte, startet mit unserem Vanillekuchen Rezept und wagt sich dann an diese festliche Rolle.

Der entscheidende Moment ist das Timing beim Aufrollen, denn der Biskuit muss warm, aber nicht heiß sein. Zu heiß verklebt er mit dem Tuch, zu kalt wird er brüchig und reißt ein. Arbeite zügig, aber ohne Hektik, und bestäube das Tuch großzügig mit Zucker. Dann gleitet der Biskuit später mühelos ab.

Die Zutaten im Detail

Eier für den Biskuit

Fünf Eier in Größe M geben dem Biskuit Volumen und Elastizität, ganz ohne viel Fett. Sie werden mit dem Zucker mindestens acht Minuten hell und schaumig aufgeschlagen, bis die Masse deutlich an Volumen gewinnt. Diese Luftbläschen tragen später den ganzen Kuchen. Kalte Eier schlagen sich schlechter auf, also nimm sie rechtzeitig aus dem Kühlschrank.

Zartbitterschokolade

Sie gibt der Buttercreme ihr tiefes Kakaoaroma und die schöne dunkle Farbe der Rinde. Schmelze sie vorsichtig über dem Wasserbad und lasse sie leicht abkühlen, bevor du sie unterrührst. Zu heiße Schokolade würde die Butter schmelzen und die Creme gerinnen. Mit 60 Prozent Kakaoanteil schmeckt sie am besten.

Butter für die Creme

Die Butter muss wirklich weich sein, also mindestens zwei Stunden vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Nur weiche Butter lässt sich mit dem Puderzucker zu einer samtigen Creme aufschlagen. Halbfeste Butter ergibt Klümpchen, die du später in der Rinde siehst. Geduld beim Temperieren zahlt sich hier doppelt aus.

Kakaopulver

Stark entöltes Kakaopulver sorgt für die intensive dunkle Farbe von Biskuit und Creme. Siebe es immer zusammen mit dem Mehl, damit sich keine Klümpchen bilden. Klümpchen würden im dünnen Biskuit als dunkle Punkte sichtbar bleiben. Ein feines Sieb ist hier dein bester Freund.

Sahne für die Füllung

Die geschlagene Sahne macht die Rolle innen leicht und frisch und bildet einen schönen Kontrast zur gehaltvollen Rinde. Schlage sie mit etwas Puderzucker und Sahnesteif fest, damit die Rolle beim Anschneiden stabil bleibt. Fülle sie nicht zu dick ein, sonst quillt sie beim Rollen heraus. Eine dünne, gleichmäßige Schicht genügt völlig.

So gelingt Baumstamm Kuchen Rezept

1

Blech vorbereiten und Ofen heizen

Heize den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vor. Lege ein Backblech von etwa 30 mal 40 Zentimetern mit Backpapier aus und fette die Ränder leicht ein. Stelle ein sauberes Küchentuch bereit und bestäube es großzügig mit Zucker. Alles muss griffbereit sein, denn nach dem Backen geht es schnell.

2

Eiermasse hell aufschlagen

Schlage Eier, Zucker, Vanillezucker und Salz mindestens acht Minuten hell und schaumig. Die Masse sollte deutlich an Volumen gewinnen und beim Hochheben eine Spur hinterlassen. Diese Luftigkeit trägt den Biskuit. Kürzer schlagen ergibt einen flachen Boden.

3

Mehlmischung vorsichtig unterheben

Vermische Mehl, Kakaopulver und Backpulver und siebe alles über die Eiermasse. Hebe die Mischung mit einem Teigschaber in wenigen, weiten Bewegungen unter, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind. Rühre auf keinen Fall mit dem Handrührgerät, sonst fällt die mühsam aufgeschlagene Luft wieder zusammen.

4

Biskuit backen und sofort stürzen

Verteile den Teig gleichmäßig auf dem Blech und streiche ihn glatt, besonders an den Rändern. Backe ihn etwa zehn bis zwölf Minuten, bis er sich federnd anfühlt und leicht vom Rand löst. Stürze ihn sofort auf das gezuckerte Tuch, ziehe das Backpapier vorsichtig ab. Zögere nicht, denn der Biskuit kühlt schnell aus.

5

Warm aufrollen und auskühlen lassen

Rolle den warmen Biskuit von der langen Seite her zusammen mit dem Tuch locker auf. Lasse die Rolle so vollständig auskühlen, mindestens eine Stunde. Der Teig merkt sich dadurch die runde Form und bricht später nicht. Rolle nicht zu fest, sonst drückst du die Luft aus dem Biskuit heraus.

6

Schokobuttercreme anrühren

Schlage die weiche Butter mit dem Puderzucker hell und cremig auf, das dauert etwa fünf Minuten. Rühre die leicht abgekühlte geschmolzene Schokolade, das Kakaopulver und die Milch unter. Schmecke die Creme ab, sie sollte kräftig schokoladig sein. Stelle etwa ein Drittel der Creme für die Rinde beiseite.

7

Rolle füllen und neu aufrollen

Rolle den ausgekühlten Biskuit vorsichtig auseinander und entferne das Tuch. Verteile Sahne und zwei Drittel der übrigen Schokocreme gleichmäßig darauf, lasse an den Rändern zwei Zentimeter frei. Rolle alles wieder auf, lege die Rolle mit der Naht nach unten auf eine Platte und stelle sie 30 Minuten kalt.

8

Als Baumstamm verkleiden und dekorieren

Streiche die kalte Rolle rundherum mit der beiseitegestellten Creme ein und ziehe mit einer Gabel längs Rillen als Borke hinein. Schneide ein Ende schräg ab und setze es als Aststumpf seitlich an den Stamm. Die Schnittflächen zeigen die schöne Spirale wie Jahresringe. Bestäube alles mit Puderzucker und dekoriere nach Wunsch weihnachtlich.

Küchentipp

Das Geheimnis einer bruchfreien Rolle liegt im warmen Aufrollen direkt nach dem Backen. Warte nicht bis zum Abkühlen, denn dann wird der Biskuit starr und reißt. Das gezuckerte Tuch verhindert Ankleben und gibt Halt. Kleine Risse versteckt die Rindencreme zuverlässig.

Darum gehört er auf deine Weihnachtstafel

Ein echter Hingucker

Die täuschend echte Rinden-Optik sorgt bei jedem Anschnitt für Staunen. Gäste fragen garantiert nach dem Rezept. So viel Wirkung für so wenig Aufwand gibt es selten.

Gut vorzubereiten

Gekühlt hält sich die fertige Rolle problemlos einen Tag und schmeckt dann sogar noch besser. Am Festtag bleibt die Küche kalt und du entspannt. Stressfreier geht Weihnachten kaum.

Schokoladig durch und durch

Biskuit, Füllung und Rinde setzen ganz auf Kakao und Zartbitterschokolade. Für Schokofans ist das der Himmel auf Erden. Die Sahne bringt die nötige Leichtigkeit dazu.

Für Deko-Fans gemacht

Ob Tannenzweige, Zimtsterne oder Puderzucker-Schnee, hier darfst du dich austoben. Jede Deko macht den Stamm noch festlicher. Auch Kinder helfen beim Verzieren gerne mit.

Abwandlungen für deine Tafel

Mit Kirschen

Verteile auf der Sahnefüllung ein Glas abgetropfte Sauerkirschen, bevor du die Rolle aufrollst. Die fruchtige Säure bricht die Süße der Schokocreme wunderbar auf, wie bei Schwarzwälder Kirschtorte. Eine edle Variante für besondere Gäste.

Weiße Schokolade

Ersetze die Zartbitterschokolade in der Creme durch weiße Schokolade und färbe die Rinde mit etwas Kakaopulver nur leicht ein. Die Rolle wirkt dann wie ein Birkenstamm und sieht besonders edel aus. Der Geschmack wird milder und sahniger. Schön für alle, die es nicht so herb mögen.

Mit Orangenaroma

Gib einen Teelöffel abgeriebene Orangenschale und einen Schuss Orangenlikör in die Buttercreme. Schokolade und Orange sind ein klassisches Winterpaar und duften herrlich weihnachtlich. Die Rolle bekommt dadurch eine feine, festliche Note. Alkoholfrei geht es auch mit Orangensaft.

Fragen rund um die Biskuitrolle

Warum bricht meine Biskuitrolle beim Aufrollen?

Meist wurde der Biskuit zu lange gebacken oder erst kalt aufgerollt. Backe ihn nur so lange, bis er sich federnd anfühlt, und rolle ihn noch warm mit dem Tuch auf. Auch zu festes Rollen kann Risse verursachen. Wenn du das Aufschlagen erst üben möchtest, beginne mit einem einfachen Schokokuchen und wage dich dann an die Biskuitrolle.

Kann ich die Rolle schon am Vortag zubereiten?

Ja, das ist sogar ideal, denn durchgekühlt lässt sie sich sauberer anschneiden. Bewahre sie abgedeckt im Kühlschrank auf und dekoriere erst kurz vor dem Servieren. Der Puderzucker-Schnee kommt ohnehin erst zum Schluss darauf. So bleibt am Festtag alles entspannt.

Wie bekomme ich die Rillen in die Rinde?

Ziehe eine Kuchengabel mit leichtem Druck längs über die aufgestrichene Creme, in ruhigen Bahnen von einem Ende zum anderen. Unregelmäßigkeiten wirken dabei besonders natürlich wie echte Borke. Übe vorher auf einem kleinen Cremerest, wenn du unsicher bist.

Welche Deko eignet sich für den Baumstamm?

Puderzucker als Schnee, Zimtsterne, Walnüsse und kleine Tannenzweige wirken besonders weihnachtlich. Achte darauf, dass nicht essbare Deko wie echte Zweige vor dem Servieren entfernt wird. Auch Schokopilze aus dem Süßwarenregal passen wunderbar zum Waldthema. Deiner Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Gut zu wissen

Die Bûche de Noël, wie der Baumstamm Kuchen in Frankreich heißt, symbolisiert den Holzscheit, der früher am Heiligabend im Kamin brannte. Aus dem brennenden Scheit wurde über die Jahrzehnte ein essbarer Brauch für die Festtafel. Heute gehört die Schokorolle in Frankreich zu Weihnachten wie bei uns der Stollen.

Biskuit ist eine der ältesten Kuchenteige überhaupt und kommt ganz ohne Backpulver aus, die Luft aus dem Aufschlagen trägt ihn allein. Deshalb ist das lange Aufschlagen der Eier keine Schikane, sondern reine Physik. Je mehr Luft du einschlägst, desto lockerer wird die Rolle.

Ausführliche Tipps zum Thema gibt es hier. Unter Biskuitrolle richtig aufrollen findest du alles Wichtige auf einen Blick. So bist du bestens vorbereitet.

Was passt dazu?

Zum Baumstamm Kuchen passen kräftiger Kaffee oder würziger Glühwein, denn beide unterstreichen die dunkle Schokolade. Auch ein Glas kalte Milch schmeckt dazu wunderbar, besonders für Kinder. Wer es festlich mag, serviert Bratäpfel oder winterliches Kompott dazu.

Auf der Weihnachtstafel macht sich die Rolle neben Plätzchen, Stollen und unserem Bienen Kuchen Rezept als Kontrastprogramm hervorragend. Für das Dessert nach dem Festessen reichen schmale Scheiben völlig aus, denn die Rolle ist gehaltvoll. Übrige Stücke schmecken am nächsten Tag zum Nachmittagskaffee fast noch besser.

Lagern und frisch halten

Im Kühlschrank

Abgedeckt hält sich die fertige Rolle im Kühlschrank zwei bis drei Tage frisch. Decke sie mit Frischhaltefolie ab, damit die Creme keine Gerüche annimmt. Nimm sie 20 Minuten vor dem Servieren heraus, damit die Buttercreme weich wird.

Einfrieren

Die Biskuitplatte oder die fertige Rolle lässt sich in Scheiben geschnitten einfrieren. Luftdicht verpackt bleibt sie bis zu zwei Monate gut. Taue sie über Nacht im Kühlschrank auf und dekoriere erst danach.

Aufwärmen

Aufwärmen ist bei dieser Rolle nicht nötig und auch nicht empfehlenswert, da die Buttercreme schmelzen würde. Serviere sie leicht temperiert aus dem Kühlschrank. Stelle sie einfach rechtzeitig heraus und lasse sie bei Zimmertemperatur ankommen. So schmeckt sie am besten.

Baumstamm Kuchen Rezept

Festliche Schoko-Biskuitrolle als Baumstamm: lockerer Biskuit, Schokobuttercreme als Rinde und Puderzucker-Schnee. Der Hingucker für deine Weihnachtstafel. Lässt sich gut einen Tag vorher zubereiten.


Vorbereitung
40 Minuten
Garzeit
12 Minuten
Gesamtzeit
1 Stunde 30 Minuten
Portionen
12

Zutaten

Menge:


  • 5 Eier (Größe M, zimmerwarm)
  • 120 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 100 g Weizenmehl (Type 405)
  • 30 g Kakaopulver (stark entölt)
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Butter (weich, für die Creme)
  • 150 g Puderzucker (für die Creme)
  • 100 g Zartbitterschokolade (für die Creme)
  • 2 EL Kakaopulver (für die Creme)
  • 2 EL Milch (für die Creme)
  • 200 g Sahne (für die Füllung)
  • 1 Päckchen Sahnesteif
  • 1 EL Puderzucker (für die Sahne)
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Blech (30 × 40 cm) mit Backpapier auslegen, Küchentuch mit Zucker bestäuben.
  2. Eier mit Zucker, Vanillezucker und Salz mindestens 8 Minuten hell und schaumig aufschlagen.
  3. Mehl, Kakaopulver und Backpulver sieben und vorsichtig unterheben.
  4. Teig aufs Blech streichen, 10 bis 12 Minuten backen. Sofort auf das Tuch stürzen, Papier abziehen.
  5. Biskuit mit dem Tuch von der langen Seite aufrollen, vollständig auskühlen lassen.
  6. Butter mit Puderzucker cremig aufschlagen, abgekühlte Schokolade, Kakao und Milch unterrühren. Ein Drittel für die Rinde beiseitestellen.
  7. Rolle entrollen, Sahne mit Sahnesteif und Puderzucker steif schlagen, mit restlicher Creme aufstreichen, wieder aufrollen, 30 Minuten kalt stellen.
  8. Rolle mit Rindencreme einstreichen, mit der Gabel Rillen ziehen, Ende schräg abschneiden und als Ast ansetzen. Mit Puderzucker bestäuben.

Hinweise

Rolle den Biskuit unbedingt noch warm auf, sonst bricht er. Die Butter für die Creme muss ganz weich sein, damit keine Klümpchen entstehen. Gut gekühlt lässt sich die Rolle am Vortag vorbereiten.

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